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25. Juni 2026

Das einzige Visum, das die Frage beantwortet: was machst du hier eigentlich?

Das 9G ist ein Arbeitsvisum für Angestellte philippinischer Firmen. Genau deshalb ist es für Selbstständige interessanter, als es aussieht.

Arbeitsvisum Philippinen: was das 9G kann, und wer es wirklich braucht

Es gibt eine Frage, an der die meisten Aufenthaltslösungen scheitern, und sie wird nie in einem Amt gestellt.

Sie wird von einer Bank gestellt. Von einem Vermieter. Von einem Finanzbeamten zu Hause. Von einem Zollbeamten. Manchmal von den Eltern deiner Partnerin. Und sie lautet: Was machst du hier eigentlich?

Auf der Touristenleiter lautet die ehrliche Antwort "ich verlängere seit dreißig Monaten meinen Besuch". Beim SRRV lautet sie "ich bin Rentner, auch wenn ich vierzig bin". Beides stimmt und beides ist unbefriedigend.

Es gibt genau ein philippinisches Visum, bei dem die Antwort in einem Satz passt: Ich bin hier angestellt. Das ist das 9G.

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Was das 9G ist

Das 9G ist das Standard-Arbeitsvisum der Philippinen. Formal ein Pre-Arranged Employment Visa, gedacht für Ausländer, die bei einem philippinischen Unternehmen angestellt sind.

Es umfasst:

  • Das legale Recht, auf den Philippinen zu arbeiten. Kein Ruhestandsstatus, keine rollende Touristenverlängerung, sondern eine echte Arbeitserlaubnis.
  • Die Alien Employment Permit, die Arbeitserlaubnis, die daneben herläuft.
  • Ein dokumentiertes Arbeitsverhältnis auf philippinischem Boden.
  • Eine mehrjährige Gültigkeit, gekoppelt an die Anstellung.

Zwei Folgen davon sind für unsere Zwecke wichtig.

Erstens der Steuerstatus. Wie SRRV und SIRV ist das 9G ein Langzeitvisum, das deine steuerliche Ansässigkeit über den Status begründet und nicht über die Zählung von Anwesenheitstagen. Die praktische Wirkung: philippinische Steuer auf philippinische Einkünfte, Auslandseinkommen bleibt außen vor. Der Zusammenhang steht auf unserer Steuerseite und in Steuern für Ausländer.

Zweitens, und das ist die stille Superkraft: das dokumentierte Arbeitsverhältnis. Der Touristenweg kann so etwas nie erzeugen. Ein lokaler Arbeitsvertrag beantwortet die Frage von oben knapper und glaubwürdiger als jeder andere Status, den ein Ausländer hier halten kann. Am Bankschalter, wo laut dem Beitrag zur Kontoeröffnung alles an Nachvollziehbarkeit hängt, ist das kein kleiner Unterschied.

Der Haken steckt im Namen

*Pre-arranged.* Es setzt einen Arbeitgeber voraus.

Wer von einem internationalen Konzern nach Manila oder Davao entsandt wird, hat dieses Problem nicht. Wer als selbstständiger Softwareentwickler für europäische Kunden arbeitet, scheitert schon am Etikett: Es gibt keinen philippinischen Arbeitgeber, und eine eigene philippinische Firma zu gründen, nur um sich selbst anzustellen, ist ein erheblicher Aufwand mit laufenden Pflichten.

Der Weg hindurch: Employer of Record

Ein Employer of Record ist ein philippinisches Unternehmen, das auf dem Papier dein formaler Arbeitgeber wird. Es hält den lokalen Arbeitsvertrag, führt die Lohnabrechnung und trägt die arbeitsrechtlichen Pflichten, während dein eigenes internationales Geschäft nicht automatisch zu einer philippinischen Firma wird.

Für einen bestimmten Menschentyp ist das die sauberste Option der ganzen Speisekarte, und die vollständige Darstellung steht auf der 9G-Seite.

Für wen es sich lohnt, und für wen ehrlicherweise nicht

Wir empfehlen das 9G nicht als Standardlösung, und es ist gut, ehrlich zu sagen warum.

Es lohnt sich, wenn du unter 40 bist und damit vom SRRV ausgeschlossen, wenn du dauerhaft hier sein willst, und wenn dein Leben aus irgendeinem Grund regelmäßig erklärt werden muss: gegenüber Banken, gegenüber einem Finanzamt zu Hause, gegenüber einer Schule, gegenüber einer Familie.

Es lohnt sich auch, wenn du tatsächlich philippinische Kunden oder einen philippinischen Arbeitgeber hast. Dann ist es nicht eine Option, sondern die Pflicht: Wer für die philippinische Wirtschaft arbeitet, braucht eine Arbeitserlaubnis, und eine philippinische Rechnung ohne Genehmigung verwandelt eine saubere Auslandsposition in ein Arbeits- und Steuerproblem.

Es lohnt sich nicht, wenn du über 40 bist und das Kapital für das SRRV frei hast. Dann ist das SRRV einfacher, dauerhafter und ohne laufende Beschäftigungsfiktion. Der Vergleich steht in SRRV, 13A oder Touristenvisum.

Es lohnt sich ebenfalls nicht, wenn du mit einer philippinischen Staatsbürgerin verheiratet bist. Dann ist das 13A das günstigste und stärkste Instrument des ganzen Landes, mit Arbeitserlaubnis inklusive, und alles andere ist Umweg. Siehe die 13A-Seite und den Beitrag zum Heiraten.

Die Grenze, die man kennen muss: Auslandskunde gegen Inlandskunde

Das ist der Punkt, an dem sich für Selbstständige alles entscheidet, und er ist einfacher, als die Foren tun.

Für ausländische Auftraggeber zu arbeiten, bezahlt aus dem Ausland, ist die normale und akzeptierte Nutzung der Touristenleiter. Dieses Einkommen aus ausländischer Quelle liegt außerhalb des philippinischen Steuernetzes, und genau dafür wird die 36-Monats-Leiter von einer großen Zahl von Menschen benutzt.

Was nicht geht, ist für die philippinische Wirtschaft zu arbeiten, also ein philippinischer Arbeitgeber oder philippinische Kunden mit lokaler Rechnung, ohne Genehmigung. Eine einzige philippinische Rechnung verwandelt eine saubere Auslandsposition in eine Arbeitserlaubnisfrage mit Steueranhang.

Wer also merkt, dass das Geschäft philippinische Kunden braucht, hat zwei ehrliche Wege: das 9G über einen Employer of Record, oder eine eigene Struktur. Letzteres steht auf Firmengründung, und es ist deutlich mehr laufender Aufwand, als die meisten erwarten.

Der Punkt, der deutschsprachige Leser besonders angeht

Ein lokales Anstellungsverhältnis hat eine Nebenwirkung, über die man vorher nachdenken sollte.

Wer auf den Philippinen angestellt ist, ist im philippinischen System sozialversichert, also bei SSS, PhilHealth und Pag-IBIG gemeldet, mit Beiträgen. Das ist eine Grundschicht und keine Absicherung im mitteleuropäischen Sinn. Es ersetzt weder eine internationale Krankenversicherung noch eine Altersvorsorge, und wer beim Wegzug aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz seine Krankenversicherung verloren hat, löst das damit nicht. Die ganze Frage steht in Krankenversicherung auf den Philippinen.

Und die zweite Nebenwirkung: Wer hier ein Gehalt bezieht, hat philippinische Einkünfte, und philippinische Einkünfte sind philippinisch steuerpflichtig. Das ist der einzige Fall in diesem ganzen Themengebiet, in dem ein Ausländer hier tatsächlich Einkommensteuer zahlt, und er ist gewollt: Es ist der Preis dafür, dass die Frage nach dem "was machst du hier" eine Antwort hat.

Was das 9G nicht ist

Kein Weg zur Staatsbürgerschaft, jedenfalls nicht direkt. Kein unbefristeter Status, denn es hängt an der Anstellung. Und kein Ersatz für die Basis darunter.

Auch mit einem 9G brauchst du eine echte Adresse, einen registrierten Mietvertrag, ein Barangay-Zertifikat, eine TIN, eine BIR-Registrierung, eine ACR-I-Card und ein Konto auf deinen Namen. Das Visum sitzt obendrauf und ersetzt nichts davon, wie in einer echten Aufenthaltsakte ausführlich beschrieben.

Und es bringt die Jahresmeldung mit sich, wie jeder registrierte Ausländerstatus außer dem SRRV. Jedes Jahr, in den ersten sechzig Tagen, persönlich. Details in dem Beitrag dazu.

Was der Weg praktisch kostet und wie lange er dauert

Ehrlich, weil das die zweite Frage nach der ersten ist: Das 9G ist kein schneller Weg. Es hängt an einem Arbeitgeber, an einer Arbeitserlaubnis, an behördlichen Freigaben und an einer Reihenfolge, die sich nicht abkürzen lässt. Rechne in Monaten, nicht in Wochen, und rechne mit laufenden Kosten, weil ein Employer of Record eine Dienstleistung erbringt und keine Gefälligkeit.

Dem gegenüber steht, dass die Kaution entfällt. Wer die 15.000 bis 50.000 USD für das SRRV nicht flüssig hat oder sie nicht binden will, vergleicht laufende Kosten gegen gebundenes Kapital, und je nach Zinsniveau und Lebensplanung fällt dieser Vergleich nicht immer zugunsten des SRRV aus. Die Zahlen dafür stehen in den SRRV-Kosten.

Die kurze Version

Das 9G ist das Visum für Leute, die eine Antwort brauchen, keine Erklärung. Es ist der einzige philippinische Status, der einen Ausländer als Teil der lokalen Wirtschaft ausweist statt als geduldeten Gast, und für Menschen unter 40 mit langfristigen Absichten ist es oft die beste verfügbare Konstruktion.

Ob es in deinem Fall das richtige Werkzeug ist, hängt an Alter, Kapital, Familienstand und daran, wovon du lebst. Genau diese vier Fragen beantworten wir bei einer Beratung, und der Überblick über alle Wege steht auf der Visa-Seite.

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